News

Prof. Dr. Anne-Sophie Mayer im europäischen Doktorandennetzwerk EMANAIRE

26.05.2026

Die LMU untersucht künftig als Teil von EMANAIRE, wie generative KI und KI-Agenten Arbeit und Organisationen verändern.

© Tobias Hase

Die LMU erforscht KI in der Arbeitswelt – Prof. Dr. Anne-Sophie Mayer im europäischen Doktorandennetzwerk EMANAIRE

Die LMU ist künftig Teil eines ambitionierten europäischen Forschungsvorhabens: EMANAIRE (Empowering Human Agency in AI-Augmented Futures of Work) ist ein Marie-Skłodowska-Curie-Doktorandennetzwerk, das untersucht, wie generative KI und KI-Agenten Arbeit und Organisationen verändern – und welche Rolle der Mensch dabei spielt.

Finanziert durch das Programm Marie Skłodowska-Curie Actions Doctoral Networks im Rahmen von Horizon Europe, wird das Netzwerk 15 Doktorandinnen und Doktoranden ausbilden – in enger Zusammenarbeit mit Universitäten und außerakademischen Partnerorganisationen aus ganz Europa.

Anne-Sophie Mayer bringt Expertise in qualitativer Forschung ein

Für die LMU übernimmt Prof. Dr. Anne-Sophie Mayer, Professorin für Digitale Arbeit an der LMU Munich School of Management, eine zentrale Rolle im Netzwerk. Sie bringt ihre Expertise in qualitativen Methoden ein, um zu erforschen, wie KI Arbeitspraktiken, Fachkompetenzen und soziale Dynamiken neu gestaltet. Darüber hinaus wird sie Doktorandinnen und Doktoranden betreuen und EMANAIRE mit bestehender Forschung und Lehre zu KI-Begleitern verbinden.

Was wird erforscht?

Im Mittelpunkt von EMANAIRE stehen ganz konkrete Fragen der Arbeitswelt: Wie verändert KI den Alltag in Unternehmen? Welchen Einfluss hat sie auf Management und Unternehmensführung, interne Kommunikation sowie die Entwicklung von Kompetenzen und Karrieren? Ein zentrales Thema ist dabei die menschliche Handlungsfähigkeit – also die Frage, wer Entscheidungen trifft, wenn KI Teil der Routinearbeit wird, wie Verantwortung zugewiesen wird und wie KI-Tools innerhalb von Organisationen verteilt werden.

Die Forschung setzt auf Längsschnittanalysen: Organisationen werden über einen längeren Zeitraum begleitet und Fälle aus unterschiedlichen Kontexten miteinander verglichen. Die beteiligten Doktorandinnen und Doktoranden arbeiten fächerübergreifend – von Management und Organisationssoziologie über Kommunikationswissenschaft und Informationssysteme bis hin zu Ethik. Ihre Ausbildung umfasst gemeinsame Kurse, internationalen Austausch sowie die Zusammenarbeit mit Partnern aus öffentlichem Sektor, Industrie und internationalen Organisationen.

Ein starkes europäisches Konsortium

EMANAIRE vereint neun renommierte Institutionen: die Technische Universität München, die Stockholm School of Economics, die Aarhus University, die Hanken School of Economics, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Universität Ljubljana, die Vrije Universiteit Amsterdam sowie die Universität Zürich. Koordiniert wird das Netzwerk von der BI Norwegian Business School.

Weitere Informationen zu Doktorandenstellen, Forschungsaktivitäten und Partnerveranstaltungen werden im Laufe der Netzwerkentwicklung veröffentlicht.