News

Unser neuer Gastbeitrag zu Sonderinnovationszonen im Handelsblatt

05.10.2026

Während Deutschland über Bürokratieabbau diskutiert, bauen andere Länder Innovationssysteme auf. Prof. Dr. Ali Aslan Gümüsay und Volker Hofmann plädieren im Handelsblatt für Sonderinnovationszonen.

Deutschland gehört in der Forschung zur Weltspitze. Doch Kommerzialisierung, Skalierung und Wertschöpfung finden zu oft anderswo statt. In ihrem Gastbeitrag „Deutschland braucht Sonderinnovationszonen“ argumentieren Prof. Dr. Ali Aslan Gümüşay und Volker Hofmann, dass sich dieses Innovationsparadox nicht allein durch Bürokratieabbau oder einzelne regulatorische Ausnahmen lösen lässt.

Ihr Vorschlag sind Sonderinnovationszonen: räumlich begrenzte Ökosysteme, in denen die Rahmenbedingungen für den Transfer forschungsbasierter Innovationen in den Markt grundlegend neu gedacht werden können. Förderregeln, Genehmigungsverfahren und rechtliche Rahmenbedingungen würden dabei gemeinsam betrachtet. Forschungsteams aus Bereichen wie KI, Biotechnologie oder Robotik könnten zugleich enger mit Behörden, Investoren und ersten Industriekunden zusammenarbeiten.

Die Zonen sollen keine rechtsfreien Räume sein. Vielmehr sollen sie kontrollierte Umgebungen schaffen, in denen neue Regeln und Verfahren praktisch erprobt werden können. Forschende begleiten dabei Gründungsteams und Behörden. Erfolgreiche Ansätze könnten anschließend auf breitere institutionelle Veränderungen übertragen werden und dazu beitragen, forschungsbasierte Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen.