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PROFESS-Studie: Gesunde Führung an Hochschulen

16.06.2026

Gesunde Führung beginnt nicht erst beim Umgang mit anderen, sondern bereits beim Umgang mit den eigenen Grenzen und Ressourcen.

Gesunde Führung an Hochschulen: Fachtagung in Hannover

Wie kann gesundes Führen an Hochschulen unter Bedingungen gelingen, die vielerorts durch hohe Arbeitsdichte, knappe Ressourcen und wachsende Komplexität geprägt sind? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Fachtagung „Gesunde Führung an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen“ in Hannover, an der mehr als 100 Teilnehmende aus 51 Hochschulen teilnahmen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden aktuelle Ergebnisse der PROFESS-Studie zur Gesundheit von Professorinnen und Professoren vorgestellt. Die Befunde zeigen, dass Professorinnen und Professoren ihre Tätigkeit überwiegend als sinnstiftend erleben und sich stark mit ihrer Arbeit identifizieren. Gleichzeitig berichten viele von hohen Anforderungen, die sich aus der Vielzahl ihrer Rollen als Forschende, Lehrende, Führungskräfte, Mentorinnen und Mentoren sowie akademische Selbstverwalter ergeben. Auf diese unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden Professorinnen und Professoren jedoch häufig nur begrenzt vorbereitet.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Professorinnen und Professoren nicht nur selbst von Belastungen betroffen sind, sondern als Führungskräfte und Vorbilder die Arbeits- und Lernbedingungen von Mitarbeitenden, Promovierenden und Studierenden maßgeblich mitgestalten. Vor diesem Hintergrund wurde auf der Tagung die Frage diskutiert, wie gesundheitsförderliche Führung im Hochschulkontext gestärkt werden kann und welche organisationalen Rahmenbedingungen hierfür erforderlich sind.

Besonders bereichernd war der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschulleitungen, Gesundheitsmanagement und Verwaltung, darunter Kanzler Alexander E. Müller (HTW Dresden), Kanzler Dr. Uwe Klug (Universität Würzburg) sowie Jana Einspron (Kanzlerin a. D. der Alice Salomon Hochschule Berlin). Die Diskussionen machten deutlich, dass viele Herausforderungen organisationsübergreifend auftreten: Gute Führung entsteht nicht allein durch individuelle Kompetenzen, sondern ebenso durch Strukturen, die Orientierung bieten, sowie durch eine Kultur des Vertrauens, der Wertschätzung und der Offenheit.

Ein zentrales Fazit der Tagung lautete daher: Gesundheitsförderliche Führung ist kein Randthema, sondern eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Leistungsfähigkeit, erfolgreiche Zusammenarbeit und die Zukunftsfähigkeit von Hochschulen.

Die Handlungsempfehlungen für Koordinator*innen des Gesundheitsmanagements finden Sie hier (PDF, 19.558 KB). Den Gastbeitrag von Frau Prof. Dr. Yvette Hofmann können Sie hier (PDF, 7.125 KB) lesen.

Weitere Informationen:

Forschungsstelle für Higher Education Research and Governance

PROFESS (Promoting Resilience and Optimizing Faculty Environment for Sustainable Success) - Das Forschungsprojekt für gesundheitsförderliche Hochschulkultur.

Personenseite von Prof. Dr. Yvette Hofmann