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Prof. Dr. Helene Tenzer im Panel auf der VHB-Tagung in Göttingen

23.03.2026

Prof. Dr. Helene Tenzer diskutierte auf der VHB-Tagung im Panel „Global Virtual Work: Interdisciplinary Perspectives and Integrative Approaches auf der 85. VHB-Tagung.

© Anna Shvets/pexels

Prof. Dr. Helene Tenzer Teil des Panels der VHB-Tagung

Die 85. Wissenschaftliche Tagung des Verbandes der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. (VHB-Tagung) ist die führende wissenschaftliche Tagung der Betriebswirtschaftslehre und fand vom 18.-20.03.2026 in Göttingen statt. Die Tagung thematisierte die Rolle und Verantwortung des Faches bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft, mit besonderem Fokus auf Unternehmen und Unternehmertum.

Prof. Dr. Helene Tenzer,Professorin für International Management diskutierte auf der VHB-Tagung im Panel „Global Virtual Work: Interdisciplinary Perspectives and Integrative Approaches", einer wissenschaftlichen Kommissionen aus Personal, Wirtschaftsinformatik und Internationales Management. Ziel des Panels war es, zentrale Perspektiven der verschiedenen forschenden Disziplinen zusammenzuführen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und Impulse für zukünftige interdisziplinäre Forschung zu entwickeln.

Globale Zusammenarbeit ändert sich derzeit grundlegend. Während international tätige Organisationen früher stark auf physische Mobilität (z. B. Expatriates oder internationale Geschäftsreisen) setzten, gewinnen virtuelle Formen der globalen Zusammenarbeit zunehmend an Bedeutung.

Die Forschung zu Global Virtual Work verteilt sich daher auf mehrere Disziplinen. Während sich International Management auf globale Aspekte fokussiert, widmet sich Information Systems der technischen Seite virtueller Kommunikation, und Personalmanagement untersucht das das Work Design.

Insights der Diskussion:

- Virtuelle Teamarbeit ist (v.a. seit Corona) in der Praxis sehr verbreitet und verändert sich ständig. Unternehmen hegen große Erwartungen, unterschätzen jedoch den Koordinationsaufwand. Virtuelle Zusammenarbeit funktioniert nicht allein durch die Bereitstellung von Online-Kommunikationsmedien wie MS Teams oder Zoom. Mitarbeitende müssen remote motiviert werden, da es an informellen Kontakten im Arbeitsumfeld fehlt, persönliche Beziehungen zu Kollegen schwerer aufzubauen sind und oft das Commitment zum Team niedriger ist. E-Leadership ist anspruchsvoller als die Führung in Präsenz. Dabei können regelmäßige Präsenztreffen, gemeinsame Erlebnisse sowie stabile Teamzusammensetzungen über einen längeren Zeitraum, das Commitment unterstützen.

- Zusätzliche Herausforderungen der globalen Komponente sind unterschiedliche Zeitzonen, die beispielsweise eine synchrone Abstimmung erschweren oder Arbeitszeiten ausdehnen. Lokale Akzente können mitunter schwer verstanden werden, generell Verständigungsprobleme durch z.B. instabile Internetverbindungen und Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Kulturen pflegen konträre Feedback-Stile.

- KI-Tools und Virtual Reality-Technologien verändern die virtuelle Zusammenarbeit derzeit massiv. Jedoch sind die genauen Auswirkungen dieser neuen Technologien noch nicht bekannt. Es ist fraglich, ob sich virtuelle Zusammenarbeit durch neue Technologien in Zukunft natürlicher anfühlen und somit Teams enger zusammenbringen oder ob neue Ungleichheiten entstehen, weil nicht jeder Zugang zu diesen Technologien hat?

Spannende Fragen und Forschungsstellungen, die es noch zu untersuchen gilt.

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